
Als eine gute Freundin letztens an meiner Oberländer Herkunft zweifelte und ich danach ernsthaft verletzt war, mache ich mir das erste Mal wirklich Gedanken darüber – wo oder was ist meine Heimat?! Deshalb wird mein heutiger Blog etwas anders als sonst, ernster vielleicht oder auch einfach nur nachdenklich...
Daheim – was ist das? Kann ich Bern mein daheim nennen wenn ich doch erst gerade einige Monate hier lebe? Bleibt Diemtigen auf immer mein daheim weil ich dort aufgewachsen bin? Ist England mein zweites daheim? Ist daheim einfach eine Adresse? Weidweg 35? Bateman Street? Dorfstrasse? Ist daheim ein Haus, eine Strasse, ein Weg? Ist es eine Stadt, ein Dorf, ein Weiler?
Ich denke daheim ist nichts von dem. Ich möchte nicht so weit gehen zu sagen, dass daheim ein Lebensgefühl ist. Aber was ist es dann?
Es gibt Leute die sagen, sie fühlen sich unterwegs daheim. Obwohl ich wahnsinnig gerne reise, andere Kulturen kennenlerne und neue Leute treffe, muss ich nach ehrlicher Prüfung zugestehen, dass ich nicht zu jenen kosmopoliten Menschen gehöre.
Andere fühlen sich ihrer Geburtsstadt oder dem Platz wo sie aufgewachsen sind in so besonderer Weise zugetan, dass sie diesen Platz gegen keinen auf der Welt tauschen würden, unter keinen Umständen. Nun, auch ich mag das Dorf wo ich aufgewachsen bin, ich kehre gern zurück, allerdings reicht mir da ein Tag oder zwei völlig aus. Niemals könnte ich mir vorstellen, mein Leben dort zu verbringen.
Und dann gibt es noch die Leute denen es eigentlich egal ist wo sie leben, die ihre Umwelt, ihre Umgebung mit der gleichen stoischen Einstellung wahrnehmen wie das Fernsehprogramm oder das Essen das ihnen auf den Tisch gestellt wird. Mit Sicherheit kann ich von mir behaupten nicht zu denen zu gehören.
Aber was ist denn für mich DAHEIM?
Daheim ist für mich die gute Butter aus der Migros die gerade 50 Rappen teurer geworden ist, die gelben Schilder der Postzweigstellen und der Geruch von nassem Asphalt nach einem heissen Sommertag. Daheim ist für mich eine Packung Walker Crisps, die Stimme meiner Mutter und die tiefblaue, unergründliche Farbe des Thunersees nach einem Sturm. Daheim sind die Gespräche mit Claude und Sarina beim Chinesen, das allmorgendliche Eingeben des Passwortes in den Computer im Geschäft und die eintönige Melodie schweizer’ Mundartpops. Daheim ist jemand mit einem britischen Akzent zu hören, Tulpen im Frühling zu kaufen und das Schnurren meiner Katzen am Fussende des Bettes. Daheim ist ein Bier in einem Gartenrestaurant im Sommer, 19.30 – Tagesschau und das Bewusstsein dass morgen der Wecker um die gleiche Zeit läutet wie heute. Daheim ist das Englische Pub, die Gaststube im Emmental und das „In-Café“ das wir schon besuchten als es noch nicht „in“ war. Daheim ist mit meinen Eltern zu jassen, ein Sonntags-Cricket-Spiel im Park und die Gewissheit dieses Spiel nie zu begreifen.
Daheim ist alles und nichts! Daheim ist dann wenn etwas so normal ist, dass ich es nicht mehr wahrnehme. Daheim sind all die schönen Dinge die wir jeden Tag neu entdecken können. Daheim ist eine Lebenseinstellung – die Einstellung, dass man alles neu entdecken und neu schätzen will. Denn spätestens wenn es nicht mehr da ist, werden wir es vermissen und das gilt für die Pizza beim Italiener um die Ecke genauso wie für das mühselige Treppensteigen in den obersten Stock.
Anfügen muss ich noch folgendes: Letzens hat es wo so gerochen wie bei meiner Grossmutter zuhause, der Geruch ist scheusslich, ich will gar nicht wissen was für Gerüche zusammenkommen müssen damit es so riecht… Nichtsdestotrotz bin ich beinahe in Tränen ausgebrochen. Daheim ist also auch ein wenig Oma!
Daheim – was ist das? Kann ich Bern mein daheim nennen wenn ich doch erst gerade einige Monate hier lebe? Bleibt Diemtigen auf immer mein daheim weil ich dort aufgewachsen bin? Ist England mein zweites daheim? Ist daheim einfach eine Adresse? Weidweg 35? Bateman Street? Dorfstrasse? Ist daheim ein Haus, eine Strasse, ein Weg? Ist es eine Stadt, ein Dorf, ein Weiler?
Ich denke daheim ist nichts von dem. Ich möchte nicht so weit gehen zu sagen, dass daheim ein Lebensgefühl ist. Aber was ist es dann?
Es gibt Leute die sagen, sie fühlen sich unterwegs daheim. Obwohl ich wahnsinnig gerne reise, andere Kulturen kennenlerne und neue Leute treffe, muss ich nach ehrlicher Prüfung zugestehen, dass ich nicht zu jenen kosmopoliten Menschen gehöre.
Andere fühlen sich ihrer Geburtsstadt oder dem Platz wo sie aufgewachsen sind in so besonderer Weise zugetan, dass sie diesen Platz gegen keinen auf der Welt tauschen würden, unter keinen Umständen. Nun, auch ich mag das Dorf wo ich aufgewachsen bin, ich kehre gern zurück, allerdings reicht mir da ein Tag oder zwei völlig aus. Niemals könnte ich mir vorstellen, mein Leben dort zu verbringen.
Und dann gibt es noch die Leute denen es eigentlich egal ist wo sie leben, die ihre Umwelt, ihre Umgebung mit der gleichen stoischen Einstellung wahrnehmen wie das Fernsehprogramm oder das Essen das ihnen auf den Tisch gestellt wird. Mit Sicherheit kann ich von mir behaupten nicht zu denen zu gehören.
Aber was ist denn für mich DAHEIM?
Daheim ist für mich die gute Butter aus der Migros die gerade 50 Rappen teurer geworden ist, die gelben Schilder der Postzweigstellen und der Geruch von nassem Asphalt nach einem heissen Sommertag. Daheim ist für mich eine Packung Walker Crisps, die Stimme meiner Mutter und die tiefblaue, unergründliche Farbe des Thunersees nach einem Sturm. Daheim sind die Gespräche mit Claude und Sarina beim Chinesen, das allmorgendliche Eingeben des Passwortes in den Computer im Geschäft und die eintönige Melodie schweizer’ Mundartpops. Daheim ist jemand mit einem britischen Akzent zu hören, Tulpen im Frühling zu kaufen und das Schnurren meiner Katzen am Fussende des Bettes. Daheim ist ein Bier in einem Gartenrestaurant im Sommer, 19.30 – Tagesschau und das Bewusstsein dass morgen der Wecker um die gleiche Zeit läutet wie heute. Daheim ist das Englische Pub, die Gaststube im Emmental und das „In-Café“ das wir schon besuchten als es noch nicht „in“ war. Daheim ist mit meinen Eltern zu jassen, ein Sonntags-Cricket-Spiel im Park und die Gewissheit dieses Spiel nie zu begreifen.
Daheim ist alles und nichts! Daheim ist dann wenn etwas so normal ist, dass ich es nicht mehr wahrnehme. Daheim sind all die schönen Dinge die wir jeden Tag neu entdecken können. Daheim ist eine Lebenseinstellung – die Einstellung, dass man alles neu entdecken und neu schätzen will. Denn spätestens wenn es nicht mehr da ist, werden wir es vermissen und das gilt für die Pizza beim Italiener um die Ecke genauso wie für das mühselige Treppensteigen in den obersten Stock.
Anfügen muss ich noch folgendes: Letzens hat es wo so gerochen wie bei meiner Grossmutter zuhause, der Geruch ist scheusslich, ich will gar nicht wissen was für Gerüche zusammenkommen müssen damit es so riecht… Nichtsdestotrotz bin ich beinahe in Tränen ausgebrochen. Daheim ist also auch ein wenig Oma!